Samstag, 27. Februar 2016

Ein Turnbeutel voller Premieren

Heute möchte ich euch meinen neuen Turnbeutel zeigen! Ich habe mir selbst einen Schnitt zurecht gebastelt. Ich habe ihn großzügig bemessen, damit ich meine Sportschuhe, Handtuch und eine Trinkflasche gut rein bekomme. 



Außerdem gibt es ein Innenfach, so geht der Schlüssel oder andere Kleinigkeiten im Beutel nicht verloren. Mir sind bei aufgenähten Innentaschen schon einige Male die oberen Ecken eingerissen. Weil es mir gut gefällt und so die Ecken der Tasche auch super fixiert sind, habe ich Lederdreiecke aufgenäht. Zum Einfädeln der Kordel habe ich mich hier bei Susanne von Hamburger Liebe schlau gemacht. Es ist nicht schwer, aber ich habs vorher noch nie gemacht, da war die Anleitung schon hilfreich...


Innenbeutel in mint/türkis mit aufgesetzter Innentasche und Lederapplikation

Eine weitere Premiere waren die Ösen. Ich hatte zuvor immer lieber Knopflöcher genäht aus Respekt vor dem Ösen einschlagen. Bei meinem Beutel habe ich allerdings festgestellt, dass das völlig unbegründet ist. Das Einschlagen hat auf Anhieb super geklappt. Das Leder ist aber auch stabil genug, dass nichts ausreißt. Den Innenbeutel habe ich mit fixiert, so kommt der nicht hoch wenn man was raus holt.



Der Außenbeutel besteht unten aus Leder. Ich habe bei einem ortsansäßigen Fabrikverkauf hier im letzten Jahr ein Stück Kalbsleder gekauft. Das Leder ist extrem weich und lässt sich super verarbeiten. Der Preis war auch unschlagbar, der Quadratmeter hat ungefär 13 € gekostet. Ich ärgere mich sehr, dass ich nicht mehr gekauft habe. Der Kombistoff ist ein Canvas von Birch fabrics, innen ist passende Baumwolle verarbeitet. 



Meine dritte Premiere bei diesem Turnbeutel ist der Vogel. Ich habe bei meiner Nähmaschine die Freihandfunktion ausprobiert. Ich liebäugle ja schon länger mit einer Stickmaschine oder einem Plotter, aber scheue die Kosten (mein Geld geb ich doch lieber für Stoffe und andere Nähaccessoires aus... :-D ). Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich die jeweilige Maschine genug nutzen würde. Also will ich erstmal das Ausnutzen was ich schon habe.



Der Freihandnähfuß war in der Grundausstattung meiner Pfaff bereits enthalten. Beim Kauf wusste ich noch nichts damit anzufangen. Dabei ist der Umbau an der Maschine schnell erledigt, kaum mehr Aufwand als ein normaler Wechsel vom Nähfuß.



Ich habe mich an den Vögeln auf dem Stoff orientiert und mit einer Schablone den Umriss mit einem Kreidestift auf den Stoff aufgemalt. In der Bedienungsanleitung meiner Nähmaschine steht der Tipp, die Oberfadenspannung ggfs. zu erhöhen um ein schöneres Stichbild zu erreichen. Da ich keinen Stickrahmen besitze, habe ich den Stoff lediglich mit den Händen gespannt. Ging auch so! Mit Stickrahmen ist es aber sicher einfacher, ab und an hätte ich gerne eine 3. Hand gehabt...


Ich hatte auch kein spezielles Stickvlies zur Hand und habe zum Testen ein einfaches Spültuch aus dem Drogeriemarkt untergelegt. Davon habe ich immer einen Pack im Nähzimmer liegen, es eignet sich auch super als Einlage für Kosmetiktaschen.

Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Mit einem dickeren Garn könnte man sicher tolle Effekte erzielen. Da kenne ich mich aber noch nicht aus, welches sich auch mit meiner Nähmaschine gut verarbeiten lässt. Habt ihr schon mal was Freihand gestickt/genäht - Wie nennt man das eigentlich?! Falls jemand Erfahrungen mit speziellem Garn hat, hinterlasst gerne einen Kommentar, ich freue mich über Tipps!


Mit meinem Turnbeutel mach ich beim Taschen-Sew-Along von Greenfietsen mit. Auf dem Blog von Katharina habe ich sehr viele hilfreiche Tipps gefunden, unter anderem zur Teilnahme an Linkparties. Klickt euch mal durch und schaut selbst, auch ihre Sew-Togheter-Bag finde ich klasse!

Außerdem verlinke ich bei Taschen und Täschchen und bei crealopee.
Ich wünsche euch ein sonniges Wochenende! :-)


Schnitt: eigener Entwurf
Stoff: Leder aus Fabrikverkauf,
Canvas Birch fabrics Bear Flight mint,
Baumwolle Birch fabrics

Donnerstag, 25. Februar 2016

ME for FREE - Jerseyleggings



Juhu!! Pünktlich zum heutigen RUMS geht mein erster Post online, ich bin so aufgeregt.... :-) Schön, dass ihr dabei seid!
Ich zeige euch mein aktuelles Lieblingsteil im Kleiderschrank! Den Stoff ME von Lillestoff gibt es ja inzwischen schon eine ganze Weile. Ich hatte ihn in meinem Kopf bereits seit geraumer Zeit auf der Nähliste. Ebenfalls seit Monaten habe ich auf meiner Festplatte ein kostenloses Schnittmuster für eine Leggings schlummern. Mir schwebte dafür ein gemusterter Stoff vor, der aber auch nicht gleich total aufträgt - wenn man nicht gerade mega hammer muskulöse Beine hat, kann das ja sonst schon unvorteilhaft aussehen... 


ME designed von Pamela alias enemenemeins passte da wie ich finde geradezu genial! Inzwischen hatte ich auch im Netz schon Leggings aus dem Stoff gesehen und wusste, so eine will ich auch!
Seit kurzem gibt es in meiner Nähe einen neuen Stoffladen der die tollen Stoffe von Lillestoff führt. Da musste ich dann zuschlagen! :-) 
Genäht habe ich die Größe L. Allerdings habe ich ein paar Änderungen vorgenommen. Ich bin nur 1,68 m groß. Somit erschien mir der Stoffbedarf von 1,20 m wie in der Anleitung angegeben sehr großzügig. Also habe ich meine Beinlänge gemessen, ab der Hüfte wo meine gut passenden Kauf-Leggings sitzen. Da reichte 1 m locker für eine Leggings auch mit Saumzugaben.


Ich habe beim Schnittmuster unten gleich ca. 4 cm abgeschnitten. Der Bund ist im Schnitt auch höher als ich ihn meist trage. Ich habe meine Stofflänge einfach optimal ausgenutzt würde ich sagen. ;-)

Für die Nähanfängerinnen unter euch ein Tipp: Ich habe bisher oft nicht so genau auf das Muster eines Stoffes geachtet, das kann am Ende auch doof aussehen. Gerade bei so einem Muster wie bei ME. Ich habe mir also ungefähr auf Kniehöhe im Schnittmuster mit meinem Patchworklineal eine horizontale Linie eingezeichnet. So konnte ich das Schnittmuster genau an dem Muster des Stoffes ausrichten, damit ich nicht aus Versehen schief zuschneide. Beim Nähen habe ich dann auch genau darauf geachtet, dass das Stoffmuster an der Naht exakt aufeinander trifft. Ich benutze selten Stecknadeln seit ich die Wonder Clips von Snaply habe. Ich habe einen 50 er Pack und das hat mir bisher immer locker gereicht für "normale Schnittmuster" (also keine komplizierten Patchworkarbeiten oder so... ;-) Dafür braucht man vielleicht schon mal mehr Klammern...)


Eine Covermaschine besitze ich nicht, die Anschaffung war mir bisher zu teuer. Nicht, dass ich die Ergebnisse nicht regelmäßig auf anderen Blogs bewundern würde. Ich kenne mich aber und weiß, dass ich selten eine extra Maschine nutzen würde. Das bedeutet ja schließlich auch jeweils passendes Garn zu haben und da bin ich ehrlich gesagt oft geizig. Ich nutze also zum Säumen meine normale Nähmaschine mit einer Zwillingsnadel, da braucht man lediglich zweimal die gleiche Garnfarbe. Ich stelle meine Fadenspannung dazu etwas niedriger als normal, auf 3-3,5 ein. Optisch bin ich mit dem Ergebnis absolut zufrieden!


Ich hatte für den Bauchbund kein 2 cm breites Gummi zur Hand, habe ein etwas schmaleres genommen. Das hält auch super und ist ebenso bequem.
Ich finde meine neue Leggings super bequem und optisch einfach mega mit dem tollen Stoff! Ich trage sie sooft es geht. Auf meiner Nähliste steht daher auch ein weiteres Oberteil zum kombinieren, gerne figurbetont aber etwas länger. Falls jemand einen Schnittmustertipp für mich hat, sehr gerne! Ich freue mich über jeden Kommentar! :-)


Bisher habe ich mir dort immer nur Inspirationen geholt, ab heute kann ich endlich auch RUMSen!! Jiphie!! :-)

Und mit meiner J wie "Jetzt gehts los! - Jerseyleggings" nehme ich auch bei 12 letters of handmade fashion teil. Ich finde die Idee super und hoffe, dass ich öfter dabei sein kann!

Gute Nacht und bis hoffentlich bald, eure Julia